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Dr. Mag. jur. Karl Platzer: Standrechtliche Todesurteile im ersten Weltkrieg

ISBN 3-86553-111-3, Seitenzahl: 248, Preis: 48,65 Euro.

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1468 vollstreckte Todesurteile konnten aus den Akten des Kriegsarchivs registriert werden. Mit den Recherchen konnten die Behauptungen einiger Autoren widerlegt werden, die von bis zu 30000 vollstreckten standrechtlichen Todesurteilen berichteten.

Der Anteil der aus dem heutigen Österreich stammenden standrechtlich verurteilten Militärpersonen war sehr gering. Dieses Ergebnis entsprach der Einstellung der deutschösterreichischen Bevölkerung zum Staat, die im Gegensatz zu Teilen der anderen Nationalitäten an dem österreichischen Staatsgedanken festhielt. Das Gros der Hingerichteten stammte nicht aus den urbanen Zentren der Monarchie oder der besetzten Gebiete, sondern aus kleinen Gemeinden. Diese waren neben den Mannschaftssoldaten, Bauern, Handwerker und Arbeiter, also Menschen aus der Unterschicht. Die wirtschaftliche Not dieser Menschen war wohl das Hauptmotiv für die begangenen Straftaten.

Die Masse aller Hingerichteten stammte aus Serbien mindestens 10 Prozent), aus Albanien (mindestens 5 Prozent), aus Russland, aus Hercegowina, aus Montenegro, aus Ungarn und aus Böhmen. Ungefähr 2 Prozent der Hinrichtungen erfolgten in Graz. Der Anteil der exekutierten weiblichen Personen betrug ebenfalls zirka 2 Prozent.